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Freitag, 17. Oktober 2008

dance for all


War heute im kino und hab mir dance for all angeguckt. Der Dokumentarfilm stellt das südafrikanische Tanzprojekt dance for all in Kapstadt vor und erzählt einzelne Lebensschicksale/Geschichten der Tänzer.

Der Film ist in sich nicht reißerrisch oder sensationslustig, es werden die Jugendlichen einfach so dargestellt wie sie sind, was das ganze total unglaublich interessant macht, weil man das Gefühl hat die Jugendlichen wirklich ein Stück weit kennen zu lernen. 
Sie erzählen über sich und ihr Leben in den Townships und über's Ballett. Ich fand vor allem die Unterrichts-/Proben- und Tanzsequenzen am besten, weil es schön war zu sehen mit wieviel Spaß und Freude die Kinder und Jugendlichen dabei sind. Fast alle hatten dieses 'yeahhh' Gefühl in ihren Gesichtern, auch wenn sie grad total anstrengende Sachen gemacht haben. Man hat gesehen, dass sie dort etwas machen, was sie  glücklich macht!

Wenn ich so was sehe, regen mich die ganzen Kinder und Jugendlichen, die ich immer mal wieder in den Ballettklassen die ich vertrete kennenlerne, noch mehr auf als sonst. Den Mädels hier wird alles, wirklich alles, geschenkt und die maulen rum, wenn man von ihnen verlangt ihre Füße vernünftig zu strecken. Sobald etwas anstrengend wird oder etwas ihnen nicht gleich auf anhieb gelingt jammern sie rum und werden bockig ... SCHRECKLICH!!! diese Einstellung. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass es halt nur Verein ist (irgendwie hat Verein mittlerweile ne total negative Konnoation bei mir), aber irgendwie kann ich da nicht so recht dran glauben.

Nun ja ... ich hab jedenfalls endlich wieder n bisschen mehr Motivation wieder auch nur für mich zu trainieren, auch wenn ich am Unterricht nicht teilnehme, der zur Zeit ohnehin nicht wirklich stattfindet.

und um einen Fahrer aus dem Film zu zitieren: "What you need in life is discipline, dedication and determination!"

Donnerstag, 10. April 2008

London nachschlag

sö jetzt bin ich schon wieder seit 2 tagen in der kleinstadt und muss die Londongeschichte noch zu ende erzählen

am 4. tag sind wir zurerst zu kati ins pub gefahren, um da zu frühstücken. leider hatte kati verplant, dass an dem sonntag zwei wichtige fußballspiele waren und das pub war voll mit biertrinkenden fußballfans in schwarz (no football colours allowed!) ... wir sind dann ein paar straßen weiter in ein kleines imbiss/cafe gegangen und haben uns dort den bauch mit english breakfast vollgeschlagen ... #läkaaaa#

dann ging's in british museum, wo wir uns die japan collection angesehen haben, bevor wir wegen eines feueralarm das gebäude verlassen mussten ... war aber sehr interessant und schön.

ein bisschen ziellos haben wir dann die banksy galerie in covent garden gesucht, aber leider nich gefunden ... schade, aber man sollte sich die genaue adresse auch merken wenn man irgendwo hin will (sprich ich sollte mir so was endlich mal aufschreiben)

abends haben wir uns dann noch das neue in-viertel angel angeguckt und dann ging's ins kino step up 2: the streets gucken.

ich weiß ... mädchentanzfilm ... gaaanz schlimm, aber der film ist der hammer!!! supercoole tanzszenen und nur n ganz klein wenig romance und so ... alles zu ertragen. geiler film, auch wenn die kritiker ihn nich mögen.

jedenfalls will ich jetzt auch steppin und street style lernen ... wäre mal ne neue herrausforderung

abends gab's dann selbstgemachte pizza und save the last dance ... mädchentanzfilmabend halt

tag 5 wurde dann in Hampton Court Palace verbracht. sehr schönes schloss, dass in der tudor period erbaut worden ist und heute mehr oder weniger komplett museum ist ... typisch britisch mit schauspielern und audio touren. ganz viel gelernt an dem tag und war wirklich schön da.
abends hab ich mir dann ganz royally den bauch mit pekingente vollgestopft ... mmmhhhh

am 6. tag musste ich dann wieder nach hause ... vorher hab ich aber noch kati's chemestry department an der UCL bewundert und wir sind in die oxfordstreet schuhe shoppen gefahren ... leider nix in meiner größe dabei ... aber das is wohl gut für mein konto. nach einem kurzabstecher in die afrika und südamerika abteilungen des british museum ging's dann langsam richtung flughafen und ich musste mich von kati verabschieden ... sehr traurig, aber ich muss ja wiederkommen, um mir alle musicals in london anzugucken!!!

so das war london ...

Dienstag, 8. Januar 2008

The Darjeeling Limited

Ich komm grad aus dem Kino und diesmal war "The Darjeeling Limited" an der Reihe.

Der Film spielt in Indien und begleitet drei Brüder, die sich irgendwann in ihrem Leben verloren haben, auf ihrer Reise zu ihrer Mutter. Die Figuren der Brüder sind skuril und schrullig, aber absolut liebenswürdig. Sie hängen irgendwo zwischen amerikanischen TouristenDasein, die spirituelle Reise zu sich selbst, und dem einfachen Dinge geschehen lassen.

Die Bilder im Film sind wunderschön und verträumt und man bekommt schon ein bisschen Fernweh. Der Soundtrack zum Film passt perfekt auf jede Szene und die Musik führt einen noch weiter in diese Indienreise hinein ...

Toller Film, den man sich unbedingt angucken muss! weil er das Leben ein bisschen schöner machen kann.

Sonntag, 16. Dezember 2007

tillsammans är man mindre ensam

ich hab in den letzten beiden nächten, sozusagen als Klausurvorbereitung "tillsammans är man mindre ensam" gelesen.

n 534 Seiten roman in ner Fremdsprache, die man vor 2 1/2 jahren angefangen hat zu lernen, in zwei nächten. wenn ich nich noch n bisschen was änderes zu tun hätte, hätte ich vermutlich das ganze in einem Zug gelesen ... das spricht bei meinem leseverhalten für die qualität des buches!

Das buch ist super toll ... der film ist schon schön, aber im Buch bekommen die Figuren noch viel viel mehr tiefgang und viele sachen die im film n bisschen untergehen bekommen im buch eine ganz andere bedeutung.

Erzählt wird die geschichte von camille, philibert, paulette und franck. alle vier sind ein klein wenig gescheiterte existenzen, entweder ohne eltern oder mit einer verrückten mutter oder eltern, die im letzten jahrhundert hängen geblieben sind aufgewachsen, die versuchen irgendwie ihr leben zu meistern und einen sinn darin zu finden. durch viele ereignisse und sogar ein oder zwei heldentaten teilen sich die vier irgendwann eine riesige wohnetage und finden zusammen einen weg im leben. (gott das klingt wie n klappentext)

die geschichte wird auf jeden fall nie langweilig und auf den letzten 100 seiten will man eigentlich gar nicht, dass das buch bald zu ende ist.

ich würd auf jeden fall empfehlen erst das buch zu lesen und dann den film zu gucken ... aber eigentlich ist die reihenfolge auch egal, weil beide für sich wirklich gut sind.

der film ist auf jeden fall ne gute literaturverfilmung ... es geht zwar immer was verloren bei ner verfilmung, aber das haben die ganz gut gemeistert würd ich sagen ... und die schauspieler passen auch irgendwie genau zu den figuren im buch ... so hätte ich sie mir auch beim lesen vorgestellt. nur an der umsetzung der wohnung hätte ich was zu meckern, aber da will ich jetzt mal nicht so sein ....

stellt sich zum schluss nur noch die frage ... wer entscheidet eigentlich bei so einer literaturverfilmung was übernommen wird und was nicht?

Montag, 10. Dezember 2007

mein Dæmon

ich find die Idee von einem eigenen Dæmon eigentlich total klasse ... man ist nie alleine und man hat immer jemanden zum Reden ... selbst wenn's nur die eigene Seele ist.

auf der Homepage für den Goldenen Kompass kann man einen Test machen, lieben wir diese Tests nicht alle?, und dann wird einem verraten welchen Dæmon man hat. Sie sagen auch ... ganz banal und platt ... das Dæmons in unserem Universum unsichtbar sind. Hätte mir zwar ne tolle Geschichte gewünscht, aber is halt doch alles nur Werbung... aber egal

meiner heißt jedenfalls Arkadion und ist ein Tiger!

ich hab also einen 200kg schweren Tiger neben mir herzutapsen, der gott sei dank Wasser mag und der mich definitiv immer beschützen wird ...

stellt sich aber die Frage, ob Dæmons eigentlich was zu essen brauchen? Schließlich fühlen sie ja auch Schmerz und so ... und sie schlafen wenn wir schlafen .... muss ich mir mein Bett jetzt mit nem Tiger teilen? bloß gut dass sie in unserer Welt unsichtbar sind!

Samstag, 8. Dezember 2007

Filme!!!

diese Woche habe ich es doch irgendwie geschaft mir zwei Filme anzugucken.

Nummer 1: The Golden Compass

gestern mit Steffen im SF bio angeguckt und ich war doch begeistert, auch wenn es mal wieder Tote gab.
The Golden Compass ist eine Jugendbuch/Roman-Verfilmung und die Buchvorlage stammt von Philip Pullman, einem britischen Autor. Der Film bezeiht sich auf das Erste Buch aus der Trilogie 'His Dark Materials' und ist in U.K. unter dem Titel Northern Lights und in U.S. als 'The Golden Compass' erschienen.

Der Film selbst ist vollgestopft mit virtuellen Effekten, die aber so gut gemacht sind, dass sie eigentlich gar nicht wirklich auffallen ... und außerdem würde es ohne auch gar nicht funktionieren. Der Film spielt in einem Paralleluniversum in dem alle Menschen ihre Seele als tierische Dæmons ständig an ihrer Seite haben. Die Menschen interagieren also ständig mit ihrer Seele und das Verhalten der Dæmons spiegelt den inneren Zustand der Menschen wieder. Wie und warum und überhaupt ist im Film leider nicht wirklich beantwortet worden, aber das kann ein Film auch gar nicht leisten.
Die Geschichte selbst ist sehr eng gestrickt und man wird ständig mit neuen Charaktären bombardiert ... noch ein Nachteil für das Medium Film. Man hat aber den Überblick behalten können und die Charaktäre sind alle auch mehr oder weniger Vielschichtig rübergekommen, auch wenn man sich manchmal gefragt hat was eigentlich die Motivation hinter deren Handeln ist.
Es ist einem auf jeden Fall nie langweilig geworden und die Reaktion am Ende war mehr ein 'wie jetzt geht's nich weiter?'

Fazit: der Film ist sein Geld wert und muss unbedingt auf der großen Leinwand geguckt werden, weil sonst ganz viele der visuellen Eindrücke verloren gehen würde.
Und ich werd die Trilogie wohl auf meine Bücherwunschliste bei Amazon setzen und mir irgendwann mal kaufen, wenn ich den 'Herren der Ringe' gelesen habe ...

Nummer 2: Zusammen ist man weniger allein

ich hab mir letzte Woche das Buch, das die Vorlage zum Film geliefert hat, auf schwedisch gekauft und wenn das Buch nur ansatzweise so gut ist, wie der Film, dann wird meine Lieblingsbücherliste erweitert.

Der Film selbst ist sehr europäisch in seiner Machart und erzählt die Geschichten der Charaktäre ruhig und unaufgeregt. Man verfolgt so knapp ein halbes Jahr lang wie sich eine WG in Paris findet, ihre Schwierigkeiten durchlebt und wie jeder einzelne in dieser WG wächst, persönlich und auch menschlich.
Im Trailer sagen sie, das der Film noch schöner als 'Amélie' sein soll (Brigitte Zitat) ... kann ich zwar nicht ganz zustimmen, aber die Filme sind sich auf jeden Fall gleichwertig.
Audrey Tautou ist süß, niedlich und herzerweichend wie immer und auch die anderen Schauspieler sind total klasse!!!

Fazit: ANGUCKEN!

Mittwoch, 21. November 2007

Solstorm


Solstorm


Solstorm (Sonnensturm) ist eine Romanverfilmung von einem sogenannten deckare. Die Schweden stehen total darauf an langen Winterabenden und Mitsommernächten Krimis in Romanform zu lesen.
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Solstorm von Åsa Larsson war ein riesen Erfolg und wurde demnach prompt in einen Film verwurstet.
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Daduch das ich keine Krimis lese, kann ich nicht einschätzen wie gut oder wie schlecht die Romanvorlage umgesetzt wurde, aber als reine Film war es doch auf jeden Fall sehenswert. Den Trailer gibt's leider nur auf schwedisch, aber die Bilder sprechen meiner Meinung nach für sich.
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Die Geschichte ist schnell erzählt. Junger Prädiger in einer schwedischen Freikriche in Kiruna, wahlweise Sekte, wird umgebracht und seine Schwester wird des Mordes beschuldigt. Die Hauptfigur ist ihre beste Freundin und Anwältin in Stockholm und eilt hier zur Hilfe. Mehr verrate ich jetzt nicht.
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Der Film spielt in Kiruna und die Aufnahmen von den Schneelandschaften und den Polarlichtern sind wunderschön und ich hätte mir noch viel viel mehr Heli-Kammerafahrten gewünscht. Ich hab ja die Theorie, dass Kiruna nur im Winter wirklich cool ist. Im Sommar is es da glaub ich n bisschen trostlos so ganz ohne Bäume und all dem Moos. Die Figuren im Film sind typischer schwedischer Durchschnitt ... von allem was dabei. Der Dorftrottel, die Ausgestoßene, der widerspänstige Teenager, der undurchschaubare Pastor, die bösen Großeltern, die verzweifelte Alleinerziehende Mutter, und das kleine süße Mädchen. Am besten ist aber die Figur der Polizistin gewesen ... hochschwanger mit bereits 4 Kinder (wenn ich richtig gezählt habe) zu Hause und immer noch on the job ... eine wahre schwedische Heldin! und total liebreizend.
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Fazit: wenn man auf Thriller/Krimis steht dann ist der Film auf jeden Fall zu empfehlen ... für Angsthasen wie mich nur mit temprären Augen und Ohren zuhalten.
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Vielleicht werd ich mir doch mal das Buch zu Gemühte führen ... vielleicht!

Sonntag, 2. September 2007

Ladybird, Ladybird



Komme grade aus dem Kino und bin doch zu tiefst beeindruckt, von Ladybird, Ladybird!

Wie einige vielleicht wissen gibt es Triangeln nicht mehr ... ein Filmverleih, der hauptsächlich low-budget und Indieproduktionen vermarktet hat. Auf jeden Fall ein riesiger Verlust für die Filmwelt ...

In Ladybird, Ladybird geht es um die Geschichte einer Mutter von 4 Kinder, der die Kinder vom Sozialamt weggenommen werden. Ihr ganzes Leben lang wurde sie von Männer misshandelt oder missbraucht und als sie endlich einen Mann kennenlernt, der sie für das liebt, was und wer sie ist holt sie ihre Vergangenheit immer wieder ein.

Eine unglaublich schöne Liebesgeschichte ohne wirklich richtiges Happy End! Keine leichte Kost aber unglaublich sehenswert ...