Dienstag, 7. April 2009

photographieren? ... Fehlanzeige

Ich hab mir gerade mal wieder meine Bilder auf flickr angeguckt und da is kein einziges von Gö dabei ... ohnehin habe ich im letzten Jahr kaum photographiert ... eigentlich total traurig und schade ... aber was soll man denn in Gö bitte auch knipsen?

vielleicht ist dieser photographier-mangel aber auch einfach nur ein zeichen, dass es hier viel zu viel alltag gibt und viel zu wenig kreativie momente ...

aber nächstes wochenende passe ich auf eine katze auf ... da nehm ich die kamera mit

Donnerstag, 12. März 2009

kleine Umfrage!

So ihr lieben Leser!

Ich hab mal eine Frage und bitte euch das an alle euch bekannten männlichen Personen weiterzuleiten.

Wer von der männlichen Welt hat schon mal Jane Austen gelesen? Es geht nur ums einmal durchlesen ... nicht ums mögen!

Ihr würdet mir sehr bei meiner derzeit Hausarbeit helfen und ich freue mich natürlich über jede Antwort!

Montag, 2. März 2009

Horizonterweiterung

wie soll ich es euch schonend beibringen?

nun denn: ich werd cheerleader. mit 23. nem jahr vor dem uniabschluss. und mit einer klitze kleinen skeosis gegenüber der amerikanischen kultur.

aber um alle erst mal zu beruhigen: ich werd die mädels hauptsächlich trainieren und nur bei bedarf mit auf dem spielfeld stehen. aber ja! ich werde leute beibringen im takt mit wuschelbällen zu wedeln, laut zu schreien und leute zu animieren. der part mit der ganz akrobatik und hebungen und so macht mir zwar noch n bisschen kopfzerbrechen und bauchschmerzen, aber dafür ist gott sei dank jemand anderes zuständig.

und keine angst ... wir werden ein verdammt cooler cheerleading squad! mit lauter total intelligenten mädels, die durchtrainiert sind und immer ein buch in der tasche haben (das mache ich einfach mal zur vorrausetzung für die aufnahme)

Mittwoch, 25. Februar 2009

von fachidioten und ewigen rechthabern ...

... kennt ihr das? man begegnet menschen, die in ihrer kleinen fachlichen welt leben und auch gar keine interessen auserhalb ihres studiums haben. die, die dem berühmten professoren klischée entsprechen ... fachlich unschlagbar, aber können noch nicht mal ne glühbirne eindrehen.

besonders lustig wird es dann immer, wenn man mit solchen leute über fach fremde dinge redet bzw. den versuch macht zu diskutieren. das sind dann meist ganz alltägliche dinge ... banalitäten eigentlich. sie versuchen sich dann irgendwie in ihrem fachgebiet einzuigeln und mit ihren kenntnissen das angesprochene thema zu diskutieren, auch wenn sie dann voll am thema vorbeireden.

ich frag mich in solchen situationen dann immer, ob es jetzt an den leuten selbst liegt oder ob es vielleicht sogar am fach liegt? wie auch immer. ich habe jedenfalls die these, das jeder mindestens zwei verschiedene fächer studieren sollte, damit könnte eine zu einseitige ausbildung von immerhin potenziellen führungskräften verhindert werden. oder?

Freitag, 6. Februar 2009

Günter Grass in technicolour

ich hab meinen freitag abend damit verbracht mir die lesung von günter grass aus seinem neuem buch "unterwegs von deutschland nach deutschland" anzuhören.

der anfang war ganz lustig, er wurde angekündigt, schenkte sich rotwein ein, stellte sich ans rednerpult, kämpfte kurz mit der platzierung des weinglases, worauf das weinglas den kampf gegen die schwerkraft verlor und sich in richtung boden verabschiedete (der rednerpult im ZHG 011 an der Uni Göttingen hat jetzt einen von günter grass verursachten weinfleck)

nach dieser kurzen und recht lustigen einlage fing günter grass dann an zu lesen und hörte für die nächsten fast 90min auch nicht mehr auf. das buch ist glaub ich eine ganz nette einschlafhilfe, wenn man sich nicht dazu hinreißen lässt, sich über die polemische schwarz-weiß malerei von herrn grass aufzuregen.

wir ossis sind die opfer der wiedervereinigung und der böse westen (also sprich kohl und seine bande) haben nicht genug auf uns aufgepasst. sie haben uns vielmehr verkauft, verraten und mieserabel beraten ... günter grass in der groben zusammenfassung.

was den politischen verlauf der wiedervereinigung und deren folge angeht, hat günter grass nichts neues erzählt. das ist dem interessierten (ost)schüler im verlauf der 12. und 13. im geschichtsunterricht vermittelt worden. und die art, wie er den stoff aufarbeitet (in tagebuchform) ist jetzt auch nicht die spannenste. er hat groß davon erzählt, dass er duch ostdeutschland gereist ist und mit den menschen vor ort gesprochen hat, aber leider reduziert er die menschen auf bequeme clichées. 'die leute hatten angst und haben deshalb cdu gewählt'

auf eine oberflächliche weise hat günter grass recht und das mainstream publikum sollte diese dinge auch wissen. nur leider gehört das mainstreampublikum nicht zur zielgruppe von günter grass. er bedient sich zwar der selben/ähnlichen mittel wie die einschlägige mainstreampresse, nur halt ein bisschen langatmiger, komplizierter und im endeffekt wirkungsloser als die journalisten, denen er heute vorgeworfen hat, dass sie nur noch im mainstream arbeiten. (nur leider kriegen die für alles andere nur preise und kein gehalt)

willkommen im kapitalismus! (der satz ist mir heute abend mehr als einmal durch den kopf gegeistert)

fazit:
das buch ist zu unreflektiert. zu einseitig. zu sehr auf seine sache bedacht. günter grass vergisst die menschen und sieht nur seine 'großtaten' als denker: 'damals in meinem aufsatz in xyz habe ich schon gesagt!'

Montag, 26. Januar 2009

Ämter ...

eigentlich haben deutsche Ämter immer so eine gewissen Eigendynamik. Jedes Amt hat sein eigenes Wartesystem, sei es Zettel ziehen oder vor Büros warten, und die Wartezeiten sind auch recht unterschiedlich. Was aber eigentlich immer alle Ämter gemeinsam haben ist die Spezies Beamter, die Grundsätzlich unfreundlich und patzig sind.

Auf Grund der Tatsache, dass die Sozialwissenschafter immer etwas damit überfordert sind, wenn sie plötzlich so was wie mich, also Sprachwissenschaftler mit 2. Nebenfach Sozialwisschenschaft, prüfen müssen, habe ich heute meinen ersten Ausflug in das Prüfungsamt meiner Philosophisch Fakultät gemacht.

Voller Erwartung, dass ich zum einem ewig Warten muss, keine für mich zuständig ist und ich deshalb noch länger warten muss und das mir eventuell nicht die aller freundlichsten Menschen des Tages begegnen werden.
Zu meiner Überraschung wurde ich schon am Eingang von einem freundlichen alten Herren, die Sorte die bestimmte tolle Opas sind, gefragt, wie er mir den Helfen könnte und er hat mich dann auch gleich zum richtigen Büro geschickt. Die Dame im Büro hat sich dann ganz geduldig angehört, was ich brauchte und meinte dann ganz schlicht:"Wenn die das haben wollen, dann schreib ich das Ihnen".

Ich war ganz überrascht und erleichtert, weil ich eigentlich mit dem Satz "Also da bin ich nicht für zuständig" oder "Eine solche Bescheinigung gibt es überhaupt nicht" gerechnet habe.

Wunder auf Ämtern soll es ja doch immer wieder geben.