Freitag, 6. Februar 2009
Günter Grass in technicolour
der anfang war ganz lustig, er wurde angekündigt, schenkte sich rotwein ein, stellte sich ans rednerpult, kämpfte kurz mit der platzierung des weinglases, worauf das weinglas den kampf gegen die schwerkraft verlor und sich in richtung boden verabschiedete (der rednerpult im ZHG 011 an der Uni Göttingen hat jetzt einen von günter grass verursachten weinfleck)
nach dieser kurzen und recht lustigen einlage fing günter grass dann an zu lesen und hörte für die nächsten fast 90min auch nicht mehr auf. das buch ist glaub ich eine ganz nette einschlafhilfe, wenn man sich nicht dazu hinreißen lässt, sich über die polemische schwarz-weiß malerei von herrn grass aufzuregen.
wir ossis sind die opfer der wiedervereinigung und der böse westen (also sprich kohl und seine bande) haben nicht genug auf uns aufgepasst. sie haben uns vielmehr verkauft, verraten und mieserabel beraten ... günter grass in der groben zusammenfassung.
was den politischen verlauf der wiedervereinigung und deren folge angeht, hat günter grass nichts neues erzählt. das ist dem interessierten (ost)schüler im verlauf der 12. und 13. im geschichtsunterricht vermittelt worden. und die art, wie er den stoff aufarbeitet (in tagebuchform) ist jetzt auch nicht die spannenste. er hat groß davon erzählt, dass er duch ostdeutschland gereist ist und mit den menschen vor ort gesprochen hat, aber leider reduziert er die menschen auf bequeme clichées. 'die leute hatten angst und haben deshalb cdu gewählt'
auf eine oberflächliche weise hat günter grass recht und das mainstream publikum sollte diese dinge auch wissen. nur leider gehört das mainstreampublikum nicht zur zielgruppe von günter grass. er bedient sich zwar der selben/ähnlichen mittel wie die einschlägige mainstreampresse, nur halt ein bisschen langatmiger, komplizierter und im endeffekt wirkungsloser als die journalisten, denen er heute vorgeworfen hat, dass sie nur noch im mainstream arbeiten. (nur leider kriegen die für alles andere nur preise und kein gehalt)
willkommen im kapitalismus! (der satz ist mir heute abend mehr als einmal durch den kopf gegeistert)
fazit:
das buch ist zu unreflektiert. zu einseitig. zu sehr auf seine sache bedacht. günter grass vergisst die menschen und sieht nur seine 'großtaten' als denker: 'damals in meinem aufsatz in xyz habe ich schon gesagt!'
Sonntag, 30. November 2008
die große bunte werbewelt
Montag, 25. Februar 2008
a perfect day in berlin .... oder so
A Top Day in Berlin
Berlin moves to a different rhythm than other metropolises. Quite frankly, much of the city doesn't wake up until mid-morning and, if at all possible, neither do I. Once the synapses in my brain begin firing, it's time to get the day going with one of those great Berlin traditions: a leisurely breakfast. I swing by the kiosk to pick up a newspaper, then grab a table in the sun at Cafe Berio in Schöneberg. It's Saturday and the city's best farmers market on Winterfeldtplatz is already in full swing. I sip a latte, munch my croissant and watch the world on parade: young dads carrying their kid in a sling, bleary-eyed hipsters just returning from a night on the town, hunched grannies lugging their shopping bags. I've got my mind on a different market, so I hop on the U-Bahn and head north to the Mauerpark, which turns into a big flea market on weekends. As I ferret for treasure my mobile bleeps with a text message from my friend asking me to join her in checking out the latest exhibit at the New National Gallery. Sounds good to me. After our culture fix, we catch up on gossip while strolling around the Tiergarten - its greenery redolent with the sweet smell of springtime - then decide to watch the sunset from the landmark dome atop the Reichstag. By now our stomachs are starting to rumble. We decide to go exotic and head over to Kasbah in Mitte to feast on our favourite Middle Eastern dish: tajiine, a fragrant stew of veggies, meat and a secret melange of spices. Later that night we hook up with friends at Heinz Minki, a gorgeous beer garden right on the Spree River in Kreuzberg. A few more drinks alfresco at Anhalt, a glam bar next to a decidedly unglam gas station, and at Freischimmer with its casual vibe. Then we're off to Berghain, still one of Berlin's most sizzling clubs. A few hours later, ears ringing, we quietly watch the sun rise over the river. Time to go home.
Author: Andrea Schulte-PeeversNachtrag:
Bicycle
Berlin is very bicycle friendly, and it's a good way to get to know the city - there are specially marked bike lanes everywhere. There are also plenty of bike rental shops.
würd ich zwar keinem Touristen empfehlen und ich weiß auch gar nich wo die ganzen Fahrradwege sein sollen, aber die werden sich schon was dabei gedacht habenund um einen typen in metropolis/arte zu zitieren ... 'Berlin ist das Brooklyn der Zuknuft' ... sprich wir können einfach zu Hause bleiben und die große weite Welt wird zu uns kommen, weil wir so stylisch und kreativ und fashionable sind ... und warum bin ich dann bitte in gö?
Samstag, 3. November 2007
hemtentam ...
Thema: keine Ahnung!
Fragen sind teilweise so hirnrissig (gibt es mehr als einen Weg für die Entwicklung eines Wohlfahrtsstaates? ... is the pope catholic?) ... das die Versuchung verdammt groß ist, einfach nur zu schreiben, wo diese Frage ausführlich auf knapp 200 seiten beantwortet wird.
ARGH!!!!
aber nein ich bin ja fleißig und strebsam und so und beantworte schön brav die Fragen ... WÜRG!
